Design to Cost mit Risk-Sharing Partnern

Um die Wettbewerbsfähigkeit auf den internationalen Märkten zu sichern, ist eine kontinuierliche Optimierung der produktbezogenen Kosten notwendig. Dabei sind Maßnahmen zum Senken der Produktionskosten sowie Optimieren der Lieferantenkette unter dem Begriff "Design to Cost" geläufig.

 

Neben den "normalen" Schwierigkeiten bei der Durchführung von Design to Cost Maßnahmen für ein bestimmtes Produkt, stellt die Einbeziehung von Risk-Sharing Partnern eine zusätzliche Herausforderungen dar. Dass dies dennoch erfolgreich gelingt, ist eine sehr detaillierte und gründliche Vorbereitung besonders wichtig. Denn nur wenn alle Beteiligten ein gemeinsames Ziel vor Augen haben und sich darauf verständigt haben, wie dieses zu erlangen ist, ist das Fundament für ein erfolgreiches Design to Cost Projekt gelegt.

 

 

 

Zu einer umfassenden Vorbereitung gehören im Wesentlichen drei Punkte:

 

Erstens ist es unumgänglich, klare "Spielregeln" mit dem Risk-Sharing Partner festzulegen.  Nur so entsteht ein Umfeld, wo kreative Ideen vorbehaltlos entwickelt und geteilt werden können. Das Wichtigste hierbei ist, den Rahmen für das Design to Cost Projekt so detailliert wie nur möglich zu beschreiben. Hier sollten zum Beispiel folgende Fragen geklärt werden: Wie tief schaut man in die Produktion des Risk-Sharing Partners? Oder werden die Unterlieferanten mit einbezogen? Denn falls solche Fragen erst während der eigentlichen Ideenfindung gestellt werden, ist ein Streit vorprogrammiert. Außerdem sollte bereits grob abgesteckt werden, welche Anforderungen seitens des Kunden auf den Prüfstand gestellt werden können und welche Bereiche nicht betrachtet werden dürfen. Dies verhindert, dass unnötigerweise in falsche Richtungen überlegt wird.  Neben der genauen Festlegung des Betätigungsfeldes muss ein gemeinsames Ziel formuliert werden. Dies beinhaltet, wie mit den Aufwänden und den Einsparpotentialen umgegangen wird sowie eine zeitliche und monetäre Zielvorgabe. Je nach Situation ist eine Teilung der Aufwände und Einsparungen als Motivationshilfe aller Beteiligten sinnvoll. Dieses Vorgehen soll natürlich nicht die Kreativität in der späteren Ideenfindung einschränken. Es soll vielmehr allen Partnern die Sicherheit geben, sich nicht später in kommerziellen Diskussionen zu verlieren. Alle Parteien sollten sich mit den Spielregeln identifizieren können und das DtC-Projekt als Chance verstehen, gemeinsam die Effizienz des Produktes zu steigern.

 

Als zweiter zentraler Punkt in der Vorbereitung ist es notwendig, dass detaillierte Kosteninformationen für alle transparent zur Verfügung gestellt werden. Ohne Kenntnis der Kosten auf Bauteil- oder zumindest Assemblyebene ist es nicht möglich, zielgerechte Design to Cost Ideen zu entwickeln und zu bewerten. Dies ist ein ganz elementarer Punkt, wenn man mit Risk-Sharing Partnern Optimierungsprojekte identifizieren möchte. Oftmals gerät hier die Projektvorbereitung an dieser Stelle ins Stocken, da über die Notwendigkeit und die Details der zur Verfügung gestellten Kosteninformationen diskutiert wird. Dem kann vorgebeugt werden, wenn diese Details als Design to Cost Rahmenbedingungen bereits initial als Bestandteil des Vertrages miteinfließen.

 

Zu guter Letzt, muss das konkrete Vorgehen geplant werden. Hierbei ist es wichtig die besonderen Anforderungen, welche durch die Vielzahl an unterschiedlichen Teilnehmern entsteht, zu berücksichtigen.  Denn generell sollten Vertreter aus den Bereichen Engineering, Einkauf, Programm udn Costing das Projektkernteam bilden, mit Vertretern jeweils von der Auftraggeber Seite und von der Risk-Sharing Partner Seite. Zudem ist ein Design to Cost Experte für die gesamte Durchführung verantwortlich. Wichtige, für diesen zu beachtende Punkte sind folgende:

 

  • Gemeinsamer Zugriff auf alle projektrelevanten Daten

  • Kontinuierliches Monitoring des Projektfortschritts

  • Verwaltung des Ideenportfolios

  • Abgleich Ziel / Ist

 

Wenn die obenstehenden Punkte beachtet werden, steht einem erfolgreichen Design to Cost Projekt nichts mehr im Wege. Die Einbeziehung des Risk-Share Partners kann dem Projekt wichtige Informationen aus einem anderen Blickwinkel liefern und so helfen, die vorhandenen Potentiale umfangreicher zu analysieren.

 

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